BV-Päd. erfolgreich - Pädagogen jetzt gleichgestellt
Im "Leitfaden Prävention" der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen sind die Anbieterqualifikationen zur gesundheitlichen Primärprävention festgelegt. Aufgrund der Intervention des BV-Päd. werden die Pädagogen mit verschiedenen Abschlüssen jetzt wie die anderen Disziplinen behandelt.
Bislang sind in diesem Leitfaden Diplom-Pädagogen, nicht aber Pädagogen mit dem Abschluss "Master of Education" oder Bachelor (B.A./B.Sc.) aufgeführt. Daraus ergibt sich eine Benachteiligung der Pädagogen mit dem Abschluss als Master oder Bachelor gegenüber den Psychologen, Sozialpädagogen, Sozial- und Gesundheitswissenschaftlern als Anbieter von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.
Nach kurzer Diskussion in der Mitgliedschaft setzte sich der Berufsverband der Erziehungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit dem federführenden Bundesverband der Innungskrankenkassen in Bergisch-Gladbach in Verbindung, um auf diese Ungleichbehandlung hinzuweisen. Wie der IKK-Vorstandsvorsitzende Rolf Stuppardt mitteilt, wird der Leitfaden Primärprävention in der nächsten Neuauflage entsprechend geändert. Die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände informiert die Krankenkassen vorab darüber, dass
"KursleiterInnen mit diesen Abschlüssen (entsprechende Zusatzqualifikaitonen vorausgesetzt) zur Durchführung von primärpräventiven Maßnahmen nach § 20 Abs. 1 und 2 SGB V in den Handlungsfeldern Stressbewältigung/Entspannung sowie Suchtmittelkonsum in Betracht kommen" (Brief vom 13.10.06).
Der BV-Päd.-Vorstand dankt Herrn Stuppardt vom IKK-Bundesverband für seine schnelle und umfassende Reaktion. Das Potential einer wachsenden Zahl unserer Berufsangehörigen kann ab sofort den gesetzlich Krankenversicherten zugute kommen. Gesundheitsförderung und primäre Krankheitsprävention werden gestärkt.
Weiterer Verlauf:
Den BV-Päd. erreichten im Frühjahr 2008 mehrere Anfragen, weil der Leitfaden bis Anfang Juli 2008 noch nicht entsprechend akualisiert worden war. Weil auch auch keine diesbezügliche Mitteilung vorlag, stellt der BV-Päd. am 10.07.08 erneut eine Anfrage an den nun zuständigen GKV-Spitzenverband. Am 17.07.08 wurde der aktuelle Leitfaden Pirmärprävention 2008 erstellt. Unser Anliegen ist darin in vollem Umfang berücksichtigt worden. Pädagogen mit den Abschlüssen Diplom, Magister, Master, Bachelor sowie Lehrer mit 1. u. 2. Staatsexamen sind den Psychologen, Sozialpädagogen/Sozialarbeitern, Sozialwissenschaftlern, Gesundheitswissenschaftlern mit Diplom-, Magister-, Master- und Bachelorabschluss sowie den Ärzten gleichgestellt. Dies bezieht sich auf die Bereiche Stressbewältigung/Entspannung und Suchtmittelkonsum, individuell und betrieblich.
